Auf den Spuren der alten Römer

Die beiden berühmten Ausgrabungsstätten Pompeji und Herculaneum sind Zeitzeugen der Kultur des römischen Reiches wenige Jahrzehnte nach Christi Geburt. Durch einen verheerenden Ausbruch des Vesuvs verschüttet, gewähren sie heute umfassende Einblicke in die Lebensweise vorwiegend wohlhabender Römer, als diese fast die gesamte den Europäern bekannte Welt beherrschten.

Der Ausbruch des Vesuv 73 n.Chr. führte über eine gewaltige pyrhoklastische Explosion zum Tod vieler Tausender Einwohner der umliegenden Städte und begrub diese unter einer meterhohen Schicht pyrhoklastischen Materials. Da der Ausbruch von Plinius beschrieben wurde, erhielt später diese Art des Vulkanismus die Bezeichnung „plinische Eruption“ und wird damit der strombolischen Eruption gegenübergestellt, die man auf dem nicht weit entfernten Stromboli bewundern kann.

Die Ränder des Schlotes des Vesuvs, der 1944 zuletzt spuckte, sind im oberen Abschnitt scheinbar glattgeschliffen. Tatsächlich ist dies ein Zeugnis der immer noch vorhandenen Aktivität, in diesem Fall vor 75 Jahren, da die glatten Oberflächen durch ein sekundäres, passaperes Einschmelzen des Gesteins im Rahmen einer Eruption zustande kommen.

In Rom, der ewigen Stadt, sind die Zeugnisse der Vergangenheit neben den sakralen Bauten des Christentums präsent. Der Massentourismus ist hier allerdings ebenso allgegenwärtig und führt im Erleben zu einer Entweihung der heiligen Bauten, insbesondere des Petersdom und der sixtinischen Kapelle, die aufgrund der Besuchermassen kaum mehr eine andächtige Atmosphäre vermitteln können.

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