Basaltsäulen

Die Basaltsäulen, die man unterhalb des Aldeyarfoss sieht wurden durch den Wasserfall bzw. den Skalfandafljot freigespült. Sie entstehen bei der langsamen Abkühlung mit konsekutivem Erstarren und basaltischer, also basischem Magma, wobei die Achse der meistens sechseckig angeordneten Säulen senkrecht zur ursprünglichen Flussrichtung des Magma steht. Basalt ist die Gesteinsart, aus dem der Großteil der Meeresböden besteht und somit, da Island ja eigentlich auf den Grund des Atlantiks gehört, auch die am häufigsten anzutreffende Gesteinsart auf Island.

Während der Erkaltungsphase, meist von oben nach unten, tritt eine Schrumpfung des Basalt ein, wodurch die Risse zwischen den späteren polygonalen Säulen entstehen. So bildet sich schließlich aus dem Magma-Fluß eine parallele Aneinanderreihung gleicher Säulen. Voraussetzung hierfür ist ein langsames, unterirdisches, gleichmäßiges Erkalten des Magmas, da bei schneller Abkühlung z.B. durch Kontakt mit Schmelzwasser die Zeit nicht zum Auskristallisieren ausreicht.

Bei Aldeyarfoss wurden diese durch den Fluß Skalfandafljot freigelegt und bereits arrodiert, also aus ihrem ursprünglichen Verbund herausgelöst. Die Stufe, die für den Wasserfall verantwortlich ist, ist vermutlich durch eine Hebung entstanden, die die einzelnen Schichten an der Bruchkante gegen einander verschoben hat. Oberhalb der Basaltsäulen ist klar unregelmäßig erstarrter Basalt erkennbar, der aus einer jüngeren Aktivität stammt.

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